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Thurgauer Zeitung 20. April 2016, 12:09 Uhr, Quelle

 

Studie zur Speicherung erneuerbarer Energien

Neue Wege gehen: Der Kanton Thurgau lässt prüfen, inwieweit Solarstrom umgewandelt und ins Erdgasnetz eingespiesen werden kann

Der Kanton Thurgau gibt eine Machbarkeitsstudie über Speichermöglichkeiten für erneuerbare Energie in Auftrag. Der Grosse Rat hat am Mittwoch einen Vorstoss unter dem Titel "Power-to-Gas" mit grosser Mehrheit bewilligt.

FRAUENFELD. Die Technologien zur Umwandlung von Ökostrom aus Sonne und Wind verdienten es, geprüft zu werden, waren sich sämtliche Fraktionen im Grossen Rat einig. Das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren, bei dem Ökostrom zu Wasserstoff oder Methan umgewandelt und ins Erdgasnetz eingespiesen wird, sei noch in der Entwicklungsphase, sagte Stefan Leuthold (glp, Frauenfeld), der den Vorstoss eingereicht hatte. Eine Studie soll aufzeigen, wie das Verfahren im Kanton Thurgau genutzt werden könnte.

Auch der Regierungsrat sei mit der Machbarkeitsstudie einverstanden, sagte Regierungsrat Kaspar Schläpfer (FDP). Die Studie kostet rund 60'000 Franken und soll über den Energiefonds finanziert werden. Da im Kanton Schaffhausen, dessen kantonale Energiefachstelle im Auftragsmandat durch die Abteilung Energie des Kantons Thurgau geführt wird, eine ähnliche Studie in Arbeit ist, könnten Synergien genutzt werden.

Die Grüne Partei stimmte dem Antrag unter Vorbehalt zu. Sowohl beim Power-to-Gas-Verfahren, wie beim Power-to-Fuel-Verfahren (Umwandlung von Ökostrom zu Benzin− oder Dieselersatz) seien die Energieverluste viel zu gross. Bis es im Thurgau nötig sein werde, Sonnen− oder Windenergie zu speichern, gebe es wahrscheinlich effizientere Speicherverfahren, sagte Jost Rüegg (GP, Kreuzlingen). Laut Schläpfer soll dieser Einwand in die Studie einfliessen. (sda)

beantwortung_vom_08.03.2016_12_an_10_349-1.pdf

wortlaut_begra14ndung_vom_25.03.2015_12_an_10_349.pdf